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Therapiefreiheit

Unter diesem Begriff ist die grundsätzliche Freiheit des Arztes in Bezug auf die angewendeten Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie die Auswahl der verabreichten bzw. verschriebenen Medikation zu verstehen. Die Therapiefreiheit in „Reinform“ wird faktisch durch eine Reihe von Vorgaben, unter anderem durch das im SGB V verankerte Wirtschaftlichkeitsgebot, sowie den individuellen Behandlungsansprüchen des Patienten, eingeschränkt.

Kommen mehrere gleichwertige Behandlungsmethoden in Frage, darf der Arzt mit Blick auf die Therapiefreiheit eine geeignete Option auswählen. Das letzte Wort hat jedoch immer der Patient. Der Arzt hat ihn über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten aufzuklären und ihn auf die jeweiligen Nutzen und Risiken hinzuweisen sowie seine Zustimmung zu einem bestimmten Verfahren einzuholen.