Home > Hausarzt A-Z > 

Niederlassungsarten

Neben der klassischen Einzelpraxis stehen Ärzten mehrere Formen der Niederlassung bzw. Möglichkeiten zur Verfügung, im ambulanten Bereich zu arbeiten. Zu den gängigsten Formen zählen Gemeinschaftspraxen und Praxisgemeinschaften. Eine Gemeinschaftspraxis ist eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG), sie stellt eine organisatorische Einheit dar. Die in dieser Niederlassungsart zusammengeschlossenen Ärzte rechnen über eine Abrechnungsnummer ab und führen eine gemeinsame Patientenkartei. Dagegen handelt es sich bei einer Praxisgemeinschaft um eine Kooperationsform mehrerer Ärzte, die jeweils separat abrechnen und ihre eigene Patientenkartei führen, die aber Räumlichkeiten, Geräte und Personal gemeinsam nutzen.

Eine Sonderform der Gemeinschaftspraxis ist das Jobsharing. Damit kann ein Arzt eine begrenzte Zulassung erhalten, wenn er Praxispartner eines bereits zugelassenen Arztes der gleichen Fachrichtung wird. Das Leistungsvolumen darf allerdings nicht wesentlich ausgeweitet werden, sodass diese Kooperationsform reduzierte und flexiblere Arbeits-zeiten für beide Ärzte ermöglicht.

Eine weitere Möglichkeit, mit reduzierter Stundenzahl selbstständig ambulant tätig zu sein, ist die Teilzulassung. Die vorgeschriebene Präsenzzeit in der Praxis reduziert sich dabei auf zehn Stunden pro Woche anstelle der 20 Stunden, die bei einer vollen Zulassung einzuhalten wären. Beide Formen erleichtern es Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Daneben besteht auch die Möglichkeit, im Angestelltenverhältnis ambulant ärztlich tätig zu werden - entweder in einem Medizinischen Versorgungszentrum oder in der Praxis eines Kollegen.

Informationen zu Niederlassungsarten:

http://www.kbv.de/service/38803.html