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Berufsbild Hausarzt

 

Zum Beruf des Hausarztes (Facharzt für Allgemeinmedizin, hausärztliche Internisten) gibt es verschiedene Wege, denn eine einheitliche Weiterbildungsordnung existiert in Deutschland nicht. Die Spezialisierung beginnt erst nach dem Abschluss des Medizinstudiums. Doch: Zahlreiche medizinische Fakultäten sorgen dafür, dass Studenten während der Famulatur (Praktikumszeit von insgesamt vier Monaten in der vorlesungsfreien Zeit nach abgelegtem 1. Staatsexamen) den Hausarztberuf kennen lernen. Die Gesamtzahl der Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) zwischen 1300 und 4000 ist nur grob geschätzt, denn ÄiWs in Deutschland werden nicht zentral registriert.

Der Aufgabenbereich des Hauarztes ist vielfältig. Nicht umsonst gilt die Allgemeinmedizin aufgrund der vielfältigen Anforderungen als die „Königsdisziplin“ der medizinischen Fachrichtungen. Der Hausarzt ist erster ärztlicher Ansprechpartner bei allen gesundheitlichen Problemstellungen. Ihm obliegt die Grund- sowie die Notfall-, Akut- und Langzeitversorgung seiner Patienten mit körperlichen und/oder seelischen Gesundheitsstörungen. Auch Prävention und Rehabilitation zählen zu den Aufgaben des Allgemeinmediziners.

Durch Stufendiagnostik und Kooperation mit Fachärzten besitzt er eine medizinische Filter- und Steuerfunktion. Daneben obliegt ihm die Betreuung des Patienten in dessen sozialem Umfeld sowie allgemeine Gesundheitsberatung und –förderung. Er ist aber auch Koordinator und Integrator, überweist an Spezialisten, führt verschiedene Versorgungsebenen zusammen, koordiniert, bewertet und dokumentiert Patienteninformationen und bietet Hilfestellung und Beratung in (fast) allen Lebenslagen. Der Hausarzt ist also der „Generalist" unter den Medizinern.

Informationen zum Berufsbild Hausarzt:

www.aekno.de/page.asp?pageID=7678

Bundesgesundheitsminister Bahr empfiehlt Studenten das Prinzip Lust, 23.04.2012:

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/811503/bahr-empfiehlt-studenten-prinzip-lust.html