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Beruf und Familie

 

Da inzwischen mehr Frauen als Männer Humanmedizin studieren und immerhin mehr als ein Drittel der niedergelassenen Ärzte weiblich ist, gewinnt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf  immer mehr an Bedeutung, wobei die traditionelle Rollenverteilung zunehmend in den Hintergrund tritt.

Arztberuf, Praxistätigkeit und Familie sind vereinbar, die Umsetzung erfordert aber eine gute Organisation des Familienalltags sowie ein hohes Maß an Flexibilität bei allen Beteiligten. Hilfreich ist zweifellos die Möglichkeit, die gesamte Weiterbildung zum Facharzt in Teilzeit ableisten zu können. Wegen gewisser Einschränkungen empfiehlt es sich jedoch, vor Beginn der Teilzeit-Weiterbildung die zuständige Ärztekammer zu kontaktieren.

Bei der Wahl der passenden Niederlassungsart stehen verschiedene Möglichkeiten bereit. Weniger geeignet ist die arbeitsintensive Einzelpraxis. Die Arbeit im Team, zum Beispiel in einer Gemeinschaftspraxis oder Praxisgemeinschaft, erlaubt dagegen ein höheres Maß an Flexibilität. Auch besteht die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, beispielsweise durch Teilen der Zulassung (Job-Sharing) mit einem anderen Kollegen oder durch Beantragung einer Teilzulassung. Wer nicht in die Selbstständigkeit will,
hat die Möglichkeit als angestellter Praxisassistent zu arbeiten oder zum Beispiel als angestellter Arzt in einem medizinischen (hausärztlichen) Versorgungszentrum.

Bei der Wahl der Arbeitsstätte sollte unbedingt die soziale Infrastruktur der Gemeinde (Kinderbetreuung, Schulen, etc.) berücksichtigt werden.